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00:00:00,000 --> 00:00:26,760
 Hallo und herzlich willkommen zur 13. Episode des Thinkpad Museum Podcasts,

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00:00:26,760 --> 00:00:34,240
 aufgenommen am 31. März 2025. In der heutigen Episode geht es um die 200er Serie. Die wurde

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00:00:34,240 --> 00:00:39,520
 zwischen 1993 und 2001 vertrieben und ist insofern interessant, weil es diese fast

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00:00:39,520 --> 00:00:45,200
 ausschließlich im asiatischen Raum gab und die Geräte sehr auffällige Ultraportables waren.

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00:00:45,200 --> 00:00:48,040
 Aber kommen wir erstmal zum Feedback und den Ankündigungen.

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00:00:54,280 --> 00:00:58,440
 Da gibt es zum einen mal einen Kommentar auf Mastodon vom lieben Evgeni, Grüße gehen raus.

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00:00:58,440 --> 00:01:04,360
 Der schreibt zur letzten Folge nämlich "Mein X1 Carbon 9. Generation 14 Zoll ist kleiner als

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00:01:04,360 --> 00:01:10,280
 mein X300 13,3 Zoll." Und da hat er noch einen Link mit reingepackt in den Toot, der natürlich

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00:01:10,280 --> 00:01:14,400
 auch in den Journals verlinkt ist, zu einer Webseite, die den Größenvergleich wunderbar

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00:01:14,400 --> 00:01:19,680
 visualisiert. Also man kann da wunderbar sehen, dass durch die dünneren Displayränder auch ein

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00:01:19,680 --> 00:01:25,040
 modernes 14 Zoll Gerät kleiner ist als ein 13 Zoll Gerät der damaligen Zeit. Vielen Dank dafür.

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00:01:25,040 --> 00:01:31,120
 Dann gab es in letzter Zeit wieder einen neuen Zugang im Museum, nämlich ein Thinkpad W520.

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00:01:31,120 --> 00:01:37,440
 Das Ganze war eine Spende vom lieben Tim, Grüße gehen raus und das Gerät stammt von 2012. Es

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00:01:37,440 --> 00:01:45,520
 ist eine Workstation mit 15,6 Zoll und einem Full HD Display, zwei 500 GB SATA SSDs und einer echt

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00:01:45,520 --> 00:01:53,760
 passablen CPU. Das Ganze ist nämlich ein Intel Core i7-2760QM, also ein Quad-Core mit Hyperthreading

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00:01:53,760 --> 00:02:00,960
 bringt das dann auf 8 Threads und der Takt hat zwischen 2,4 und 3,5 Gigahertz. 6 MB Cache sind

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00:02:00,960 --> 00:02:08,120
 ebenfalls dabei. Der RAM ist mit 16 GB auch recht ordentlich, maximal wären sogar 32 möglich. Mal

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00:02:08,120 --> 00:02:12,360
 gucken, ob ich da noch passende Speichermodule irgendwo im Internet zu einem fairen Tarif finden

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00:02:12,360 --> 00:02:20,280
 kann und neben der integrierten Grafikkarte verfügt das W520 auch über einer NVIDIA Quadro 2000M mit

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00:02:20,280 --> 00:02:26,680
 2 GB Grafikspeicher. Es liegen zwei SSDs bei, mal gucken, ob ich beide auch verbauere oder ob ich

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00:02:26,680 --> 00:02:31,200
 dann vielleicht doch noch ein optisches Laufwerk einbaue. Auf jeden Fall wird das System mit dem

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00:02:31,200 --> 00:02:35,840
 zeitgenössischen Betriebssystem Windows 7 installiert, denn da gibt es auch den passenden

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00:02:35,840 --> 00:02:41,600
 Lizenzaufkleber dazu und parallel würde ich aufgrund der Grafikkarte vermutlich Pop!_OS installieren.

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00:02:41,600 --> 00:02:47,560
 Das hatte bei mir bisher immer den besseren NVIDIA Grafikkartentreiber Support und war einfach zu

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00:02:47,560 --> 00:02:53,200
 benutzen, habe ich ganz gute Erfahrungen mitgemacht und urban legenden zufolge soll dieses ja auch

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00:02:53,200 --> 00:02:58,160
 eine neue Pop!_OS Version mit einem neuen Rust-basierten Linux-Desktop erscheinen. Also

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00:02:58,160 --> 00:03:02,960
 wenn das nicht zwei gute Argumente sind, da das mal auf das Notebook zu installieren, dann weiß

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00:03:02,960 --> 00:03:12,440
 ich auch nicht. Kommen wir mal zu den News des Monats. Und da gab es diesen Monat einige,

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00:03:12,440 --> 00:03:16,160
 deswegen wird der Newsblock in dieser Episode ein bisschen länger und der Themenblock ein bisschen

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00:03:16,160 --> 00:03:21,520
 kürzer. Fangen wir mal an mit der ersten News. Da geht es um das Thinkpad X9, das wir ja auch in

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00:03:21,520 --> 00:03:26,680
 einer der vorherigen Episoden schon kurz angerissen hatten, sehr hitzig und emotional im Internet

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00:03:26,680 --> 00:03:31,000
 diskutiert. Das haben sich auch die Kolleginnen von Notebookcheck gedacht und sich deswegen das

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00:03:31,000 --> 00:03:36,400
 Gerät mal kritisch angeschaut. Dabei wurde betont, dass das Gehäuse und der OLED Display

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00:03:36,400 --> 00:03:40,600
 prinzipiell gelobt werden sollten, trotz des spiegenden Panels. Also wenn ihr bisher immer

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00:03:40,600 --> 00:03:45,120
 matte Displays hattet, dann könnte es unter Umständen sein, dass das Gerät euch nicht

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00:03:45,120 --> 00:03:50,080
 zusagt. Generell wurde aber auch die lange Akkulaufzeit des Gerätes gelobt. Also wir reden

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00:03:50,080 --> 00:03:54,280
 hier nicht über ein Armgerät, das ist glaube ich noch mal ganz wichtig zur Einordnung. Trotzdem

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00:03:54,280 --> 00:04:00,400
 schafft es das Gerät auf 17,5 Stunden bei einer Displayhelligkeit von 60 Prozent und aktiviertem

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00:04:00,400 --> 00:04:07,000
 WLAN unter Volllast dann aber nur zwei Stunden und 14 Minuten. Das scheint die aktuelle Intel

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00:04:07,000 --> 00:04:12,080
 Generation dann doch noch mal was in puncto Effizienz getan zu haben. Bezüglich der Tastatur

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00:04:12,080 --> 00:04:17,800
 und dem Touchpad wurde gesagt, dass die prinzipiell gefallen, aber das Layout erinnert dann doch eher

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00:04:17,800 --> 00:04:23,680
 an Consumergeräte. So gibt es zum Beispiel keine Gruppierung der Funktionstasten, keine Bild auf

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00:04:23,680 --> 00:04:29,360
 und Bild ab Tasten und das sind ja schon sehr disruptive Änderungen, die vermutlich der ja

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00:04:29,360 --> 00:04:34,760
 langjährigen Business-Kundschaft nicht so zusagen dürfte. Auch wurde angemerkt, dass die Leertaste

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00:04:34,760 --> 00:04:39,760
 und Enter-Taste weniger stimmig sind und da doch von der haptischen Unterschied zu spüren ist.

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00:04:39,760 --> 00:04:47,520
 Im Gegensatz dazu sind Lautsprecher und die 8 Megapixel Webcam allerdings sehr gut. Angemerkt

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00:04:47,520 --> 00:04:51,000
 wurde auch, dass der Rahmen leider nicht aufgerüstet werden kann und es gibt auch keine

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00:04:51,000 --> 00:04:55,920
 Option eine WLAN-Card zu verbauen. Da wird mich mal interessieren, ob das ein Feature ist, das

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00:04:55,920 --> 00:05:00,420
 für euch relevant ist. Also ich muss zugeben, ich habe ja immer ein Smartphone dabei und kann da

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00:05:00,420 --> 00:05:06,560
 schnell per Kabel oder per WLAN-Hotspots auch so ins Internet gelangen. Ich habe schon lange nicht

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00:05:06,560 --> 00:05:10,440
 mehr den Use-Case gehabt, dass ich ein Notebook dabei hatte und mir dachte, Mensch, jetzt so eine

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00:05:10,440 --> 00:05:16,120
 WLAN-Karte, das wäre doch gut. Teilt da gerne eure Gedanken über die üblichen Wege, beispielsweise

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00:05:16,120 --> 00:05:22,960
 per E-Mail an podcast@thinkpad-museum.de. Die nächste News geht in eine ähnliche Richtung,

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00:05:22,960 --> 00:05:27,520
 denn die Kollegen von Notebookcheck hatten die Möglichkeit, Tom Butler bezüglich des

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00:05:27,520 --> 00:05:32,840
 ThinkPad X9 zu interviewen. Tom Butler ist Executive Director bei Lenovo und für das

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00:05:32,840 --> 00:05:37,720
 ThinkPad Lineup verantwortlich. Er ist seit 2005 bei Lenovo und hat im Prinzip kurz nach der

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00:05:37,720 --> 00:05:44,240
 Übernahme bzw. den Verkauf von IBMs Laptop-Sparta an Lenovo angefangen und interessanterweise hatte

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00:05:44,240 --> 00:05:50,160
 er auch eine Führungsrolle bei der Entwicklung des ThinkPad Air 60. Die aktuelle Rolle hat er

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00:05:50,160 --> 00:05:56,240
 jedoch erst im Frühjahr 2024 übernommen und vorher waren in aller Regel ex-IBM-Mitarbeitende

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00:05:56,240 --> 00:06:01,960
 für die Leitung verantwortlich. Er ist ja relativ kurz danach dazugestoßen, ist aber auch schon

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00:06:01,960 --> 00:06:08,960
 lange im ThinkPad-Kosmos unterwegs und Benjamin Herzig durfte ihn auf der MWC 2025 interviewen.

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00:06:08,960 --> 00:06:15,680
 Natürlich eine gute Gelegenheit mal abzuklopfen, wie er denn zum X9 steht und deswegen hat Benjamin

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00:06:15,680 --> 00:06:21,000
 gleich mal mit einer ketzlerischen Frage angefangen, ob er eher Team Trackpoint oder Trackpad ist und

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00:06:21,000 --> 00:06:26,760
 Tom Butler gab an, er ist Trackpoint-User, er findet aber auch, dass das Touchpad für neue

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00:06:26,760 --> 00:06:32,120
 Kundschaften nicht vernachlässigt werden darf, denn nicht alle, die heutzutage Thinkpads benutzen,

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00:06:32,120 --> 00:06:36,800
 sind ja auch einfach schon seit 20 oder 30 Jahren Thinkpad-User. Und ich finde, da hat er auf jeden

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00:06:36,800 --> 00:06:40,600
 Fall recht, also es ist schon relevant immer mal links und rechts über den Tellerrand zu schauen,

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00:06:40,600 --> 00:06:45,640
 da würde ich ihm auf jeden Fall uneingeschränkt zustimmen wollen. Und er vergleicht die Tastatur

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00:06:45,640 --> 00:06:51,480
 eines Notebooks mit den Tasten eines Keyboards, also dem Musikinstrument und gab auch später an,

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00:06:51,480 --> 00:06:57,800
 er sieht die Zukunft der Geräte aber auch in KI- und Spracherkennung. Da weiß ich nicht mehr so

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00:06:57,800 --> 00:07:02,360
 ganz, ob ich da so mitgehen möchte, finde den Vergleich mit dem Musikinstrument aber einen sehr

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00:07:02,360 --> 00:07:07,680
 treffenden, denn da muss ja auch jeder Tastenanschlag sitzen und das würde ich bei der Tastatur auch so

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00:07:07,680 --> 00:07:13,720
 sehen. Er betonte, dass keine Änderungen an den Produktserien und am Namenschema geplant sind und

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00:07:13,720 --> 00:07:18,760
 die Info, die finde ich sehr relevant und freue mich sehr darüber. Er betont auch, dass weiterhin

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00:07:18,760 --> 00:07:24,040
 der Fokus auf hochwertigen Produkten liegt und die Reparierbarkeit soll aber auch nicht außen vor

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00:07:24,040 --> 00:07:29,040
 gelassen werden, macht aber keine spezifischen Aussagen zu verlötetem RAM oder ähnliches. Also

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00:07:29,040 --> 00:07:33,000
 da können wir jetzt glaube ich nicht so viel zwischen den Zeilen rauslesen. Später sagte er

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00:07:33,000 --> 00:07:37,840
 noch, die Balance zwischen kleineren Geräten und den notwendigen Schnittstellen scheint jetzt aber

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00:07:37,840 --> 00:07:43,560
 wohl erreicht, das heißt immer dünner werdende Geräte, die es dann vielleicht auch notwendig

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00:07:43,560 --> 00:07:47,640
 machen, USB-A Buchsen weg zu rationalisieren, das scheint jetzt hier nicht mehr so ein groß

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00:07:47,640 --> 00:07:52,880
 diskutiertes Thema intern zu sein. Und abschließend fragte Benjamin ihn noch, was seine Lieblingsgeräte

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00:07:52,880 --> 00:07:58,240
 sind und auch das finde ich ganz interessant, denn er gab an, so die X200er Serie, die findet

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00:07:58,240 --> 00:08:04,800
 er sehr interessant, vor allen Dingen das exklusiv in Japan präsentierte X240S, aber auch das X300

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00:08:04,800 --> 00:08:11,160
 gefällt ihm sehr und das X13 ist auch ein Begleiter, den er gerne dabei hat. Klingt also doch ganz

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00:08:11,160 --> 00:08:16,200
 interessant, wie ich finde. Viele hatten ja die Befürchtung, dass das was jetzt mit dem Thinkpad

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00:08:16,200 --> 00:08:22,120
 X9 verprobt wird, dann auch auf andere Serien überschwappen könnte. Das ließ sich für mich

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00:08:22,120 --> 00:08:27,120
 jetzt aber nicht so. Also ich glaube das X9, deswegen ja auch ein komplett neuer Name, der so

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00:08:27,120 --> 00:08:32,040
 bisher nicht geläufig war bei den Thinkpads. X1 haben wir ja in unterschiedlichster Couleur, aber

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00:08:32,040 --> 00:08:36,320
 den X9 gab es bisher noch nicht. Das heißt, das wird vermutlich dann einfach für die neue Kundschaft

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00:08:36,320 --> 00:08:41,880
 sein. Ich habe vorhin mal kurz auf der Lenovo-Website vorbeigeschaut, wo das X9 ja mittlerweile auch zu

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00:08:41,880 --> 00:08:47,840
 finden ist und die Beschreibung der Produktserie war sinngemäß "der moderne Rechner für smarte

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00:08:47,840 --> 00:08:54,280
 Power-User", was auch immer das heißen mag. Dann gab es diesen Monat auch wieder einige

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00:08:54,280 --> 00:09:01,280
 interessante Testberichte, zum Beispiel zum Thinkpad L13 2-in-1 Gen5. Das Gerät wurde als

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00:09:01,280 --> 00:09:05,440
 kompaktes Business-Convertible beschrieben, das eine gute Ausstattung hat, aber weniger

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00:09:05,440 --> 00:09:10,040
 hochwertig verarbeitet ist, als es die T- oder X-Serien sind. Zum einen wird er auch auf die

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00:09:10,040 --> 00:09:15,480
 Base-Unit hingewiesen, die nicht so stabil ist. Das matte IPS-Display wird prinzipiell gelobt,

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00:09:15,480 --> 00:09:20,400
 aber die Farben könnten etwas besser sein. Positiv angemerkt wurde, dass dem Gerät ein

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00:09:20,400 --> 00:09:26,000
 Eingabestift beiliegt, weniger positiv, dass der RAM verlötet ist. Interessanterweise hat

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00:09:26,000 --> 00:09:31,040
 das Gerät zwei Webcams, eine im Deckel und eine oberhalb der Tastatur, je nachdem wie man das

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00:09:31,040 --> 00:09:37,320
 Gerät gerade benutzt. Und wir bleiben mal thematisch bei den Convertibles, denn das T14S

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00:09:37,320 --> 00:09:42,440
 2-in-1 konnte auch schon mal in die Hand genommen werden. Das ist das erste Convertible der T-Serie,

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00:09:42,440 --> 00:09:47,800
 die Convertibles gab es ja bisher vor allem immer in der X1-Serie und wie bereits im Vorfeld schon

103
00:09:47,800 --> 00:09:53,960
 vermutet ersetzt dieses Gerät das X13 2-in-1. Das ist vermutlich auch deswegen sinnvoller,

104
00:09:53,960 --> 00:09:58,800
 weil das Gerät minimal größer ist, aber dadurch auch die bessere Leistungsdichte und Kühlung

105
00:09:58,800 --> 00:10:05,600
 aufweist. Das Gehäuse ist aus Magnesium, das Gewicht liegt bei 1,7 Kilogramm und optional gibt

106
00:10:05,600 --> 00:10:11,280
 es auch eine Version mit einer Aluminiumbodenplatte, vermutlich für die Intel Aero Lake H-Version,

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00:10:11,280 --> 00:10:16,960
 also da braucht man dann aufgrund der stärkeren CPU eine bessere Wärmeableitung und das dann eben

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00:10:16,960 --> 00:10:21,960
 als Option zu haben, die auch ein bisschen teurer ist, ist dann durchaus sinnvoll. Angemerkt wurde,

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00:10:21,960 --> 00:10:26,440
 dass der Stift leider nicht im Gehäuse versenkbar ist, also da wurde anscheinend jeder Platz der

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00:10:26,440 --> 00:10:32,040
 verfügbar war für Kühlung verwendet, der Stift muss also magnetisch an der Seite befestigt werden.

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00:10:32,040 --> 00:10:36,920
 Gelobt hingegen werden wieder die Scharniere und auch die Magnethalterungen, die sind nämlich

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00:10:36,920 --> 00:10:43,480
 beide sehr fest und stabil und können vermutlich viele lange Jahre benutzt werden. Und last but

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00:10:43,480 --> 00:10:48,720
 not least haben wir noch das ThinkPad X13 Gen 6, das jetzt erschienen ist. Das ähnelt optisch sehr

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00:10:48,720 --> 00:10:55,120
 dem X13 SG5, aber es gibt einige doch schon größere Unterschiede, die erst auf dem zweiten

115
00:10:55,120 --> 00:10:59,800
 Blick auffallen. Zum einen gibt es vier statt fünf Schrauben an der Unterseite, das sorgt für eine

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00:10:59,800 --> 00:11:05,720
 einfachere Wartung und reduziert auch nochmal das Gewicht. Aber, und das muss man leider auch der

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00:11:05,720 --> 00:11:11,320
 Verhältnis halber erwähnen, der USB-A Anschluss wurde entfernt. Das Gerät wiegt jetzt nun unter

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00:11:11,320 --> 00:11:16,920
 einem Kilo wie früher das X1 Nano und das ist natürlich schon insofern interessant, weil es

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00:11:16,920 --> 00:11:22,080
 dann wirklich ein extrem leichtes Gerät für unterwegs ist. Weiterhin gibt es hier das IPS

120
00:11:22,080 --> 00:11:26,720
 Paddel mit einer Full HD Auflösung, also höher auflösende Paddles gibt es hier Stand heute

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00:11:26,720 --> 00:11:30,720
 erstmal nicht, kommt vielleicht dann später nochmal im Nachgang. Und auffällig ist auch,

122
00:11:30,720 --> 00:11:34,920
 dass es nur noch ein großes Displayscharnier gibt und nicht mehrere, wie das vorher der Fall war.

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00:11:34,920 --> 00:11:41,600
 Man verspricht sich dadurch eine höhere Stabilität und auch einen kleineren Bildschirmrahmen. Bei den

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00:11:41,600 --> 00:11:45,800
 Materialien gibt es auch hier wieder mehrere Optionen. Es gibt zum einen mal die Carbonfaser

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00:11:45,800 --> 00:11:50,640
 Variante, da hat man normalen Kunststoff für das Displaycover und es gibt dann aber auch noch die

126
00:11:50,640 --> 00:11:55,720
 Variante mit Magnesium oder Aluminium für die Bodenplatte. Weitere Infos wie Preise gibt es noch

127
00:11:55,720 --> 00:12:01,320
 nicht, aber dürfte dann in Belte folgen. Und damit kommen wir mal zum Thema der heutigen Episode.

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00:12:01,320 --> 00:12:12,600
 Heute geht es um eine sehr spannende Serie wie ich finde, nämlich die Thinkpad 200er Serie hier. Die

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00:12:12,600 --> 00:12:20,600
 wurde zwischen 1993 und 2001 vertrieben und stand für Ultraportables und bis auf ein Modell wurde

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00:12:20,600 --> 00:12:26,080
 die Geräte ausschließlich im asiatischen Raum vertrieben. Also wieder mal etwas, das wir hier

131
00:12:26,080 --> 00:12:31,320
 in Europa vermutlich nicht so häufig gesehen haben, deswegen ist es umso spannender, die wenigen

132
00:12:31,320 --> 00:12:36,400
 Informationen, die es dazu gibt, mal zusammen zu tragen. Aber vielleicht klären wir erstmal,

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00:12:36,400 --> 00:12:40,440
 was ist denn jetzt ein Ultraportable, was ist ein Subnotebook. Ich glaube da kann es auch

134
00:12:40,440 --> 00:12:44,480
 Missverständnisse geben, je nachdem welche Leute man fragt, aber generell können wir mal festhalten,

135
00:12:44,480 --> 00:12:51,160
 sowohl Ultraportables als auch Subnotebooks sind Geräte unter 12 Zoll und unter 2 Kilogramm,

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00:12:51,160 --> 00:12:56,640
 die man also einfach noch verstauen kann und mitnehmen kann, auch wenn man nicht gerade den

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00:12:56,640 --> 00:13:01,040
 großen Rucksack mit sich herumschleppt. Und das war auch so ein bisschen ein Hype der frühen 90er,

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00:13:01,040 --> 00:13:06,600
 der bis Mitte der 2000er angehalten hat. Das war jetzt also nichts IBM-spezifisches, das haben

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00:13:06,600 --> 00:13:12,920
 auch durchaus andere Hersteller so getan und im Wesentlichen wurden die Geräte 2007 von Netbooks

140
00:13:12,920 --> 00:13:17,800
 verdrängt, falls ihr euch an die Geräte noch erinnern könnt. Ähnlicher Hype, den es auch nur

141
00:13:17,800 --> 00:13:24,960
 bis circa 2015 gab. Kurz zusammengefasst, Netbooks waren damals Geräte zwischen 7 und 13 Zoll,

142
00:13:24,960 --> 00:13:31,120
 die aber auch meistens Low-Power X86 oder auch ARM-CPUs hatten und einen sehr spezifischen

143
00:13:31,120 --> 00:13:35,520
 Use-Case hatten, das sollten halt kleine, leichte und auch nicht ganz so teure Geräte sein, die man

144
00:13:35,520 --> 00:13:40,320
 für einfache Office-Aufgaben benutzen konnte, hat sich gerade auch in Schulen und Universitäten für

145
00:13:40,320 --> 00:13:44,760
 eine gewisse Zeit auch etabliert gehabt. Wenn wir jetzt wieder ein paar Jahre in die Zukunft

146
00:13:44,760 --> 00:13:49,080
 springen, kann man festhalten, dass sowohl Ultraportables als auch Sub-Notebooks und Netbooks

147
00:13:49,080 --> 00:13:55,780
 mehr oder minder ab 2011 von Ultrabooks verdrängt wurden. Das Ganze ist eigentlich eine Intel-Marke,

148
00:13:55,780 --> 00:14:02,040
 aber mittlerweile auch generell ein Synonym für Geräte, die irgendwo zwischen 12 und vielleicht

149
00:14:02,040 --> 00:14:08,000
 16 Zoll liegen, meistens aber eher bis zu 14 Zoll. Die Definition sagt 17 Zoll, da würde ich nicht

150
00:14:08,000 --> 00:14:13,520
 mitgehen, sondern würde sagen irgendwas zwischen 12 und 14 ist so diese übliche Ultrabook-Größe

151
00:14:13,520 --> 00:14:18,360
 und meistens sind das auch Geräte mit etwas höherer Verarbeitungsqualität, wo man vielleicht

152
00:14:18,360 --> 00:14:25,280
 eine schöne Aluminium-Ligierung hat oder eine höherwertige Bodenplatte, die dann auch noch

153
00:14:25,280 --> 00:14:31,680
 thermische Aufgaben mit übernehmen kann. Beginnen wir mal mit dem ersten Gerät der Serie, dem

154
00:14:31,680 --> 00:14:38,360
 ThinkPad 220. Insofern schon mal interessant, dass man nicht bei 200 beginnt, sondern direkt mit 220

155
00:14:38,360 --> 00:14:44,160
 startet und das Ganze war auch eins der ersten Sub-Notebooks generell, kann man sagen. Das

156
00:14:44,160 --> 00:14:50,000
 erschien 1993 und hatte ein sehr kompaktes Gehäuse. Das Gewicht lag bei einem Kilogramm und die Maße

157
00:14:50,000 --> 00:14:56,280
 so 22 mal 16 mal 3 Zentimeter, also wirklich klein, passte auch in kleinere Taschen auch ohne

158
00:14:56,280 --> 00:15:01,280
 Probleme mit rein. Zu den technischen Daten kann man festhalten, es hatte einen Intel

159
00:15:01,280 --> 00:15:09,120
 386 SL-Prozessor mit dekadenten 16 Mhz, dazu gab es zwischen 2 und 6 MB RAM, 10 war das

160
00:15:09,120 --> 00:15:16,920
 offizielle Maximum. Die Festplatte lag zwischen 80 und 540 MB und das Display war ein 7,7 Zoll

161
00:15:16,920 --> 00:15:25,760
 STN-Display mit 16 Graustufen bei einer Auflösung von 640x480 Pixeln. Auffällig dabei ist, dass das

162
00:15:25,760 --> 00:15:30,720
 Display komplett unbeleuchtet ist, das heißt wenn ihr mit so einem Gerät im schickend dunklen

163
00:15:30,720 --> 00:15:36,440
 Hackspace sitzt, dann seht ihr nichts. Das ist wirklich kurios, denn das ist das einzige mir

164
00:15:36,440 --> 00:15:42,720
 bekannte Thinkpad, das keine Hintergrundbeleuchtung hat. Die Grafikkarte war eine Onboard-Grafikkarte

165
00:15:42,720 --> 00:15:48,120
 mit einem Speicher von 256 Kilobyte, statt einer Soundkarte gab es hier einen Speaker und zu den

166
00:15:48,120 --> 00:15:56,160
 üblichen Anschlüssen zählte seriell, parallel, Floppy, PS/2 und VGA. PCMCIA Typ 2 war ebenfalls

167
00:15:56,160 --> 00:16:01,520
 einmal vorhanden. Wenn wir uns das Gerät ein bisschen näher anschauen, gibt es jedoch weitere

168
00:16:01,520 --> 00:16:06,400
 Auffälligkeiten. Zum einen dürfte es das einzige Thinkpad mit einem Trackball statt einem

169
00:16:06,400 --> 00:16:11,160
 Checkpoint sein. Der liegt jetzt nicht so sonderlich ergonomisch wie ich finde, denn der

170
00:16:11,160 --> 00:16:16,160
 Trackball ist links oben oberhalb der Tastatur angebracht und die Maustasten dementsprechend

171
00:16:16,160 --> 00:16:22,720
 rechts davon, aber interessanterweise wurde dieses Eingabegerät urbane Legenden zufolge

172
00:16:22,720 --> 00:16:28,520
 auch Trackpoint 1 genannt und wenn wir mal das Hardware Maintenance Manual vom Thinkpad 701c uns

173
00:16:28,520 --> 00:16:35,160
 anschauen, da wird hier als Eingabegerät ein Trackpoint 2 aufgelistet. Also vielleicht wurde

174
00:16:35,160 --> 00:16:40,120
 das mal bedacht, dieses Eingabegerät auch in anderen Notebooks einzubauen und hat dann aber

175
00:16:40,120 --> 00:16:45,320
 sich doch dagegen entschieden. Ich bin jetzt kein großer Trackball-Spezialist, aber ich weiß, dass

176
00:16:45,320 --> 00:16:50,440
 die Leute, die Trackballs einsetzen, da sehr sehr treu das schon seit langer Zeit tun und hätte ich

177
00:16:50,440 --> 00:16:55,320
 mir durchaus vorstellen können, dass das auch bei anderen Geräten zumindest als Option eine sehr

178
00:16:55,320 --> 00:17:00,960
 willkommene Errungenschaft hätte sein können. Neben der Festbutton LED gibt es auch eine CPU

179
00:17:00,960 --> 00:17:06,360
 Aktivitäts LED, auch das sieht man nicht allzu häufig und ebenfalls auffällig finde ich auch,

180
00:17:06,360 --> 00:17:11,160
 dass trotz der geringen Größe, wir reden hier wirklich von einem Gerät mit einem 7,7 Zoll Display

181
00:17:11,160 --> 00:17:19,520
 und irgendwas zwischen 22 x 16 cm, das ist wirklich nicht groß, eine sieben reiige Tastatur gibt und

182
00:17:19,520 --> 00:17:22,720
 auch da gibt es einen gesonderten Tasten, sogar also nicht nur die üblichen Tasten, die man so

183
00:17:22,720 --> 00:17:28,720
 benutzt, sondern auch welche für die CPU Taktung, für die Invertierung des Displays, dem Kontrast oder

184
00:17:28,720 --> 00:17:35,280
 Sleep und Resume. Invertierung des Displays ist auch ein gutes Schlagwort, man konnte die schwarz

185
00:17:35,280 --> 00:17:40,040
 und weiß Töne einmal vertauschen, je nachdem in welcher Umgebung man sich befunden hat und was

186
00:17:40,040 --> 00:17:44,200
 eben besser lesbar war. Und auch bei der Stromversorgung gibt es eine Auffälligkeit, denn

187
00:17:44,200 --> 00:17:49,640
 das Gerät kann mit sechs AA Batterien betrieben werden. Auch das gab es nicht allzu häufig.

188
00:17:49,640 --> 00:17:58,600
 Das Nachfolgemodell war das Thinkpad 230, das wurde zwischen 1994 und 1996 produziert. Hier

189
00:17:58,600 --> 00:18:03,440
 gibt es leider sehr wenig Informationen, weil auch das Gerät dem asiatischen Markt vorbehalten war,

190
00:18:03,440 --> 00:18:07,720
 es verdichten sich aber Hinweise auf drei unterschiedliche Versionen, so gab es wohl

191
00:18:07,720 --> 00:18:15,560
 das 230C, das 230CS und das 230X. Anhand archivierter Datenblätter kann man die folgenden

192
00:18:15,560 --> 00:18:23,160
 technischen Daten zusammenfassen. Als CPU gab es einen Intel 486 SX mit 33 MHz oder als weitere

193
00:18:23,160 --> 00:18:30,880
 Option einen 486 DX2 mit 50 MHz. Beim RAM waren immer vier Megabyte on Board und maximal waren

194
00:18:30,880 --> 00:18:36,560
 16 Megabyte möglich und auch bei den Festplatten gab es zahlreiche Optionen, so gab es eben 130

195
00:18:36,560 --> 00:18:47,240
 Megabyte, 260, 540 oder 720 Megabyte. Aufgrund des BIOS sind maximal 2,1 GB möglich. Das Display war

196
00:18:47,240 --> 00:18:53,280
 hier bedeutend besser, denn es war zwar weiterhin ein DSTN Display, allerdings schon mit 256 Farben,

197
00:18:53,280 --> 00:18:59,320
 bei einer Größe von 7,8 Zoll und vor allen Dingen Hintergrund beleuchtet. Die Grafikkarte war hier

198
00:18:59,320 --> 00:19:05,040
 eine Cirrus Logic mit 512 Kilobyte RAM, auch gab es diesmal eine Soundkarte mit einem verbauten

199
00:19:05,040 --> 00:19:09,600
 Mono-Lautsprecher und die obligatorischen Mikrofon- und Lautsprecherbuchsen durften

200
00:19:09,600 --> 00:19:15,480
 natürlich ebenfalls nicht fehlen. In punkto Erweiterung standen hier zwei Slots für PCMCIA

201
00:19:15,480 --> 00:19:21,280
 Typ 1 und 2 zur Verfügung und zu den üblichen Anschlüssen zählten PS/2, Infrarot, Serial,

202
00:19:21,280 --> 00:19:27,440
 Parallel und ein externes Diskettenlaufwerk. Das Gerät ist nicht viel größer als das ThinkPad

203
00:19:27,440 --> 00:19:35,760
 per 220, also wir haben hier Werte von 23,5 x 17 cm bei einer Tiefe von 4,2 cm, aber das Gewicht ist

204
00:19:35,760 --> 00:19:42,240
 ja auf 1,7 kg angewachsen und das ist glaube ich nicht ganz unerheblich. Auch hier gibt es beim

205
00:19:42,240 --> 00:19:46,440
 zweiten Blick wieder einige Auffälligkeiten, die wir hier mal zusammenfassen wollen. Die

206
00:19:46,440 --> 00:19:52,280
 Stromanschlussbuchse beispielsweise ist insofern auffällig, dass eine trapezförmige 16V DC Buchse

207
00:19:52,280 --> 00:19:56,920
 ist, die haben wir auch durchaus schon bei anderen Geräten gesehen, aber hier werden nur 3 statt 5

208
00:19:56,920 --> 00:20:03,120
 Pins benutzt. Das ThinkPad 230 ist auch generell nur mit einem 100 Volt Netzteil benutzt, das heißt

209
00:20:03,120 --> 00:20:08,760
 ihr braucht auf jeden Fall einen Transformator, der dann entsprechend von 220 Volt auf 100 Volt

210
00:20:08,760 --> 00:20:14,000
 reduziert. Wenn wir uns die Maustasten näher anschauen, fällt auch auf, dass wir auf diesen

211
00:20:14,000 --> 00:20:19,760
 rote erhöhte Punkte haben und der Displayhaken, also die Displayöffnung, die wir hier verwenden,

212
00:20:19,760 --> 00:20:25,360
 ist nicht mittig angebracht, sondern im rechten Drittel und das ist, wenn man diese Info hat und

213
00:20:25,360 --> 00:20:29,880
 sich dieses Gerät dann anschaut, eine Eigenheit, die einem immer wieder auffällt, die man dann auch

214
00:20:29,880 --> 00:20:35,760
 nicht mehr ungesehen machen kann, das wollte ich euch natürlich nicht vorenthalten. Das ThinkPad 230

215
00:20:35,760 --> 00:20:40,640
 wird generell als sehr kleines Gerät beschrieben, dessen Tastatur jedoch schwer zu benutzen sei und

216
00:20:40,640 --> 00:20:47,240
 das kann ich mir gut vorstellen. Mein persönlicher Favorit der Serie ist das ThinkPad 235, denn das

217
00:20:47,240 --> 00:20:51,880
 ist ein außerordentlich spannendes Gerät, das es aber auch wieder nur für den asiatischen Markt gab,

218
00:20:51,880 --> 00:20:58,680
 konkret für China, Hongkong, Japan und Korea. Auffällig ist, dass das Ganze ein Kollaborationsprojekt

219
00:20:58,680 --> 00:21:05,080
 zwischen IBM und Ricoh war und vermutlich irgendwann zwischen 1997 und 1999 hergestellt

220
00:21:05,080 --> 00:21:11,600
 wurde. Spannend ist hierbei aber, dass das Gerät geringfügig angepasst auch unter vielen weiteren

221
00:21:11,600 --> 00:21:17,560
 Namen erhältlich war, zum Beispiel als Ricoh Maggio, Hitachi VisionBook Traveller, Hitachi

222
00:21:17,560 --> 00:21:26,320
 Flora Prius Note 210 und als Epson Endeavor TK300 und TK400. Der interne Entwicklungsname des Geräts

223
00:21:26,320 --> 00:21:31,480
 war Klavius und stellt eine Weiterentwicklung eines Geräts dar, das den Codenamen Chandra

224
00:21:31,480 --> 00:21:37,640
 hatte und auch das war wieder unter vielen Namen bekannt, beispielsweise als Frontier RT21V,

225
00:21:37,640 --> 00:21:46,640
 Nemantics Persona, CPC-T120 und in den UK Opti-Talisman. Sehr viele Namen für ein Gerät,

226
00:21:46,640 --> 00:21:51,280
 die sich alle sehr sehr ähneln. Also wenn ihr mal die Suchmaschine eures Vertrauens anwerft und

227
00:21:51,280 --> 00:21:56,200
 diese Namen reinwerft und auf die Bildersuche geht, dann kann man glaube ich schon sagen,

228
00:21:56,200 --> 00:22:00,680
 dass das meistens das gleiche Gerät ist mit anderen Gehäusefarben und mit ein paar

229
00:22:00,680 --> 00:22:07,560
 kleineren Unterschieden. Das Gerät ist prinzipiell sehr kompakt und hat eine, wie ich finde, IBM

230
00:22:07,560 --> 00:22:13,520
 untypische Gehäuseform. So haben wir zum Beispiel die Status LEDs an der Bildschirmoberseite. Die

231
00:22:13,520 --> 00:22:20,200
 Maustasten erinnern mich persönlich sehr an das Thinkpad 310 und ein optischer Hingucker,

232
00:22:20,200 --> 00:22:25,280
 der auch sehr nützlich ist, dass wir Batteriefächer links und rechts haben und da können wir einfach

233
00:22:25,280 --> 00:22:29,760
 standard Lithium-Ionen-Kammkäuter-Batterien verbauen. Beworben wurde das Gerät damals

234
00:22:29,760 --> 00:22:35,280
 mit fünf Stunden, aber wenn man moderne Akkus verbaut, dann sind auch ohne Probleme 15 Stunden

235
00:22:35,280 --> 00:22:40,160
 Akkulaufzeit möglich und das ist ein Wert, der sich bei so einem Gerät wirklich sehen lassen kann.

236
00:22:40,160 --> 00:22:45,280
 Kommen wir mal zu den technischen Daten. Verbaut war ein Intel Pentium MMX zwischen

237
00:22:45,280 --> 00:22:53,000
 166 und 266 Mhz. Es war auch möglich eine andere CPU mit bis zu 330 Mhz zu verbauen.

238
00:22:53,000 --> 00:22:58,960
 Der Arbeitsspeicher lag zwischen 32 und 96 Megabyte Edo RAM. Inoffiziell waren bis zu

239
00:22:58,960 --> 00:23:05,080
 160 Megabyte möglich, 32 MB waren immer fest verlötet, gab also noch einen Slot um den RAM

240
00:23:05,080 --> 00:23:12,480
 aufzurüsten. Beim Display fiel bei IBM die Wahl auf ein 9,2 Zoll SVGA Display mit vier Millionen

241
00:23:12,480 --> 00:23:19,200
 Farben. Das hatte ein CCFL Backlight und eine Auflösung von 800 x 600 Pixeln. Bei der Konkurrenz

242
00:23:19,200 --> 00:23:25,520
 gab es manchmal Active Matrix Varianten, manchmal Passive Matrix Varianten und beim Hitachi Gerät

243
00:23:25,520 --> 00:23:32,560
 gab es zum Beispiel nur ein 8,4 Zoll Display mit 640 x 480 Pixeln. Also die IBM Fassung hatte hier

244
00:23:32,560 --> 00:23:38,400
 das größere und eindeutig bessere Display. Die Grafikkarte war in jedem Fall eine Chips

245
00:23:38,400 --> 00:23:44,440
 und Technologies 65555 mit einem Speicher von 2 Megabyte und bei der Festbatter konnte man

246
00:23:44,440 --> 00:23:51,120
 zwischen einer 3,2 oder 4 Gigabyte IDE Festbatter wählen. Eine Soundkarte durfte natürlich auch

247
00:23:51,120 --> 00:23:55,840
 nicht fehlen, ebenso die obligatorischen Mikrofon- und Kopfhöreranschlüsse. CD-ROM-Laufwerk und

248
00:23:55,840 --> 00:23:59,720
 Floppy mussten extern angeschlossen werden und sehr auffällig ist, dass bei einem so

249
00:23:59,720 --> 00:24:06,360
 kleinen Gerät es trotzdem einen PCMCIA-Slot und zwei Cardbus-Anschlüsse gab. Man kann das Gerät

250
00:24:06,360 --> 00:24:12,440
 also ohne Probleme vielfältig erweitern, beispielsweise auch um USB- oder WLAN-Karten

251
00:24:12,440 --> 00:24:19,440
 und zu den weiteren Anschlüssen zählte PS/2, Infrarot, seriell und parallel. Ein sehr schönes

252
00:24:19,440 --> 00:24:23,760
 Design ist der Kensington-Lock-Port, der hier ausgeklappt werden muss. Das ist ja sonst immer

253
00:24:23,760 --> 00:24:28,400
 ein kleiner Schlitz an so einem Notebook, wo man eben einen Kensington-Lock anschließen kann. Auf

254
00:24:28,400 --> 00:24:33,000
grund der Größe ist der hier eben dann zum Ausklappen, das heißt wenn man diesen Slot nicht

255
00:24:33,000 --> 00:24:37,680
 braucht und ich glaube ich habe den vielleicht einmal im Leben benutzt, dann nimmt er auch aktiv

256
00:24:37,680 --> 00:24:42,280
 nicht viel Platz weg. Inwiefern das jetzt ein weniger sicheres Setup ist, also ob der genauso

257
00:24:42,280 --> 00:24:47,400
 stabil ist wie ein konventioneller Kensington-Lock, dazu kann ich nur Mutmaßungen anstellen, aber ist

258
00:24:47,400 --> 00:24:51,760
 auf jeden Fall ein schönes kleines Detail, das ich hier mal würdigen wollte. Ebenfalls auffällig

259
00:24:51,760 --> 00:24:58,280
 beim IBM-Gerät ist, dass es hier einen USB-1.1-Port gibt, den man bei der Konkurrenz vergeben sucht.

260
00:24:58,280 --> 00:25:02,680
 Die ganze Anschlussvielfalt hat er bei dem kleinen Gehäuse allerdings auch zur Folge,

261
00:25:02,680 --> 00:25:10,560
 dass es keinen Docking-Port gab. Das Gerät selbst hat hier eine Größe von 23,5 x 17,3 cm bei einer

262
00:25:10,560 --> 00:25:16,920
 Tiefe von 3,4 cm und das Gewicht wird mit 1,25 kg angegeben. Ein recht guter Wert wie ich finde.

263
00:25:16,920 --> 00:25:23,000
 Nicht weniger interessant ist, dass das BIOS zumindest bei den Hitachi- und IBM-Geräten

264
00:25:23,000 --> 00:25:29,080
 immer von IBM kommt und auch eine sehr nette Eigenart aufweist, denn man kann auch bei einem

265
00:25:29,080 --> 00:25:34,640
 laufenden Betriebssystem durch das Drücken der Fn- und F1-Taste in dieses gelangen und das findet

266
00:25:34,640 --> 00:25:39,160
 man nicht so häufig. Es gab noch ein, zwei andere Thinkpads, die einen ähnlichen Hotkey hatten,

267
00:25:39,160 --> 00:25:45,640
 das war jetzt aber nichts, was serienmäßig eingebaut oder implementiert wurde. Wenn ihr

268
00:25:45,640 --> 00:25:49,440
 die Geräte mal in Aktion sehen wollt, denn ein solches Gerät habe ich leider nicht in meiner

269
00:25:49,440 --> 00:25:54,240
 Sammlung, dann schaut doch mal beim YouTube-Channel "This Does Not Compute" vorbei, da gibt es einen

270
00:25:54,240 --> 00:25:59,440
 Link in den Shownotes, da werden die beiden Geräte, also das Hitachi-Gerät und das IBM-Gerät sehr

271
00:25:59,440 --> 00:26:03,360
 detailliert miteinander verglichen und das fand ich persönlich zumindest interessant.

272
00:26:03,360 --> 00:26:12,520
 Generell kann das Thinkpad 235 als Nachfolger des PC110 angesehen werden. Das ist ein Palmtop-PC

273
00:26:12,520 --> 00:26:18,480
 mit einem 4,7 Zoll Display und einem Intel 486er, auch ein außerordentlich interessantes Gerät,

274
00:26:18,480 --> 00:26:22,800
 das wir mal in einer weiteren Folge unbedingt thematisieren müssen. Aber nur zu den Facts,

275
00:26:22,800 --> 00:26:27,200
 das war so ein absolutes Nischenprodukt, das leider auch ein Flop war und wenn wir uns die

276
00:26:27,200 --> 00:26:32,040
 beiden Geräte anschauen, dann naja, ist das Tastaturlayout schon ähnlich und der Anschalter

277
00:26:32,040 --> 00:26:38,680
 fast identisch und beim PC110 kann man entsprechend auch Lithium-Ionen-Kamera-Akkus als Batterien

278
00:26:38,680 --> 00:26:44,200
 verbauen. Also gut möglich, dass vielleicht das Thinkpad 235 als Nachfolge für das Gerät

279
00:26:44,200 --> 00:26:49,720
 irgendwann mal konzipiert wurde, um die Kritikpunkte anzugehen, aber da gibt's leider

280
00:26:49,720 --> 00:26:54,240
 wenig Beweise für diese Thesen. Wenn ihr da Infos habt, dann freuen wir uns natürlich hier immer

281
00:26:54,240 --> 00:27:00,880
 über Feedback. Kommen wir zum letzten Modell der 200er-Serie, dem Thinkpad 240. Das ist das

282
00:27:00,880 --> 00:27:06,480
 vermutlich kleinste, jemals in Europa vertriebene klassische Thinkpad, war also auch außerhalb des

283
00:27:06,480 --> 00:27:10,600
 asiatischen Raums erhältlich und durch einen glücklichen Zufall habe ich das auch in meiner

284
00:27:10,600 --> 00:27:16,480
 Sammlung aufnehmen können. Es wurde zwischen Juni 1999 und Februar 2001 produziert und ist

285
00:27:16,480 --> 00:27:21,520
 ein wenig leistungsstarkes, aber sehr kompaktes Gerät. Es bringt es nämlich auf eine Größe von

286
00:27:21,520 --> 00:27:30,520
 26 x 20 cm bei einer Tiefe von 2,6 cm und einem Gewicht von 1,35 kg. Als Display wurde hier ein

287
00:27:30,520 --> 00:27:36,280
 10,4 Zoll TFT verbaut, also wir sehen, die Display sind hier im Laufe der Zeit größer geworden und

288
00:27:36,280 --> 00:27:42,560
 10,4 war ja lange Zeit so die Peakgröße für Ultraportables bei IBM. Trotz der geringen Größe

289
00:27:42,560 --> 00:27:48,320
 hat das Gerät viele Anschlüsse, es gibt nämlich PS/2, Seriell, Parallel, Infrarot, Modem, VGA,

290
00:27:48,320 --> 00:27:55,720
 Audio Aus- und Eingänge und sogar einmal USB 1.1, allerdings nicht bootfähig. Und zuletzt natürlich

291
00:27:55,720 --> 00:28:00,880
 auch den externen Floppy-Anschluss. Von diesem Notebook erschienen im Laufe der Zeit vier

292
00:28:00,880 --> 00:28:07,280
 Versionen. So gab es einmal die Basisversion, das 240, die aber insofern speziell ist, weil hier

293
00:28:07,280 --> 00:28:12,880
 der RAM auf bis zu 320 MB erweitert werden kann, während spätere Varianten nur weniger RAM

294
00:28:12,880 --> 00:28:18,080
 unterstützten. Das bedeutet, wenn ihr aktuellere Betriebssysteme auf einem solchen Gerät benutzen

295
00:28:18,080 --> 00:28:23,160
 wollt, dann ist es sinnvoller das 240 und nicht die neueren Versionen zu kaufen, weil ihr da

296
00:28:23,160 --> 00:28:28,200
 einfach mehr RAM einbauen könnt. Bei der CPU hat man sich für einen Intel Celeron entschieden,

297
00:28:28,200 --> 00:28:35,080
 wahlweise mit 300, 366 oder 400 Mhz, hier allerdings fest verlötet wie bei allen ThinkPad

298
00:28:35,080 --> 00:28:41,960
 240 Varianten und die CPU unterstützt auch leider keinen Speedstep. Das 10,4 Zoll Display hat eine

299
00:28:41,960 --> 00:28:49,260
 Auflösung von 800x600 Pixel und als Grafikkarte kommt eine NeoMagic MagicRav 128 XD mit zwei

300
00:28:49,260 --> 00:28:55,800
 Megabyte Speicher zum Einsatz. Bei den Festplatten gab es eine 6 GB und eine 12 GB Option und nicht

301
00:28:55,800 --> 00:29:01,680
 fehlen durfte natürlich das obligatorische Modem. Die nächste Variante war das 240x,

302
00:29:01,680 --> 00:29:06,840
 auch hier gab es wieder einen Intel Celeron Prozessor, allerdings mit 450 Mhz und später

303
00:29:06,840 --> 00:29:15,080
 als Option auch einen Intel Pentium III mit 500 Mhz. Generell sind 64 oder 128 MB Arbeitsspeicher

304
00:29:15,080 --> 00:29:20,480
 auf dem Mainboard aufgelötet und zusätzlich gibt es noch einen SDRAM Sockel. Der unterstützt bis

305
00:29:20,480 --> 00:29:27,480
 zu 128 MB, das Modul sollte dabei PC100 sein, also eine Taktfrequenz von 100 Mhz aufweisen und

306
00:29:27,480 --> 00:29:34,040
 maximal sind dann im elegantesten Fall also 256 MB RAM möglich. Die Grafikkarte hat ebenfalls zwei

307
00:29:34,040 --> 00:29:40,280
 Megabyte Speicher, allerdings ist es jetzt in diesem Fall eine SMI Lynx EM+. Display ist gleich

308
00:29:40,280 --> 00:29:47,080
 geblieben, also ebenfalls wieder 10,4 Zoll bei 800x600 Pixel und die Festplatte ist jetzt serienmäßig

309
00:29:47,080 --> 00:29:54,920
 12 GB groß. Die nächste Variante war das 240z, auch hier gab es wieder Intel Celeron mit 500 Mhz

310
00:29:54,920 --> 00:30:00,120
 oder einen Pentium III mit immerhin 600 Mhz. Beim RAM hat sich ebenfalls nichts geändert,

311
00:30:00,120 --> 00:30:05,040
 allerdings gab es beim Display jetzt noch eine weitere Option, denn neben der 800x600

312
00:30:05,040 --> 00:30:09,040
 Pixel Variante gab es nun auch ein höher auflösendes Display mit einer Auflösung

313
00:30:09,040 --> 00:30:16,760
 von 1024x768 Pixel. Wer das größere Display genommen hat, hat auch automatisch die größere

314
00:30:16,760 --> 00:30:23,480
 GPU Variante mit 4 MB Speicher bekommen. Die Festplattengrößen sind auf 10 bzw. 20 GB

315
00:30:23,480 --> 00:30:27,040
 angewachsen und neben dem Modem gab es nun auch eine Ethernet Karte.

316
00:30:27,040 --> 00:30:35,760
 Last but not least gab es dann noch das ThinkPad iSeries 1124, was ein ProSumer-Gerät war. Das

317
00:30:35,760 --> 00:30:40,960
 heißt, das richtete sich nicht an die übliche Business-Kunsthaft, sondern an geneigte Power-User,

318
00:30:40,960 --> 00:30:47,160
 es liegt technisch irgendwo zwischen dem ThinkPad 240x und 240z und hat gegenüber

319
00:30:47,160 --> 00:30:52,420
 dieser Geräte ein graues Gehäuse. Wenig Neuerungen gab es bei der Hardware,

320
00:30:52,420 --> 00:30:58,880
 auch hier gab es einen Intel Celeron mit 450 Mhz oder 500 Mhz als Option, auch den Pentium III mit

321
00:30:58,880 --> 00:31:04,840
 500 Mhz. Das Display ist ebenfalls gleich geblieben, auch hier gab es zwei Auflösungen zur Option und

322
00:31:04,840 --> 00:31:10,560
 je nachdem welche man genommen hat, eben die 2 oder 4 MB GPU und auch bei den Festplatten

323
00:31:10,560 --> 00:31:16,960
 gab es die 10 und 20 GB Fassung. Ein sehr beliebter Mod war es das Modem

324
00:31:16,960 --> 00:31:21,600
 durch eine WLAN-Karte zu ersetzen und das wurde auch bei einem meiner Geräte gemacht. Ich habe

325
00:31:21,600 --> 00:31:28,960
 zweimal das klassische Uhr ThinkPad 240 einmal in einem ja doch schon genutzten Zustand, wo eben

326
00:31:28,960 --> 00:31:34,820
 dann auch das Modem durch eine WLAN-Karte ausgetauscht wurde und ein relativ stockgehaltenes

327
00:31:34,820 --> 00:31:40,580
 ThinkPad 240, an dem noch keine Anpassungen vorgenommen wurden. Modems haben ja heutzutage auch

328
00:31:40,580 --> 00:31:47,040
 eher eine überschaubare Nützlichkeit, wenn man jetzt nicht gerade einen eigenen Provider betreibt,

329
00:31:47,040 --> 00:31:51,280
 wo man sich noch per Modem einwählen kann, macht das ein wenig Freude damit heutzutage noch zu

330
00:31:51,280 --> 00:31:55,520
 arbeiten. Deswegen ist es naheliegend da einfach eine WLAN-Karte einzubauen. Da gibt es auch noch

331
00:31:55,520 --> 00:32:02,360
 nicht so große Probleme mit PCI Black und White Listing, das heißt das Problem, das man bei vielen

332
00:32:02,360 --> 00:32:07,660
 anderen ThinkPads hat, hat man hier noch nicht so in dem Ausmaß. Interessanterweise diente das

333
00:32:07,660 --> 00:32:14,380
 ThinkPad 240 auch als Gehäuse für das WorkPad Z50. Das hatten wir ja auch ganz kurz in der letzten

334
00:32:14,380 --> 00:32:20,500
 Episode, als wir es von PDAs hatten, angerissen. Das war auch als IBM WorkPad Z50 Mobile Companion

335
00:32:20,500 --> 00:32:26,540
 bekannt und wurde zwischen Februar 1999 und 2000 vermarktet und naja war im wesentlichen eine

336
00:32:26,540 --> 00:32:32,800
 Mischung aus PDA und Notebook, richtete sich an die Enterprise Kundschaft, die da aber kein sonderlich

337
00:32:32,800 --> 00:32:37,760
 großes Interesse dran hatte. Warum, hören wir gleich. Wir können aber schon mal festhalten,

338
00:32:37,760 --> 00:32:44,880
 das Gerät erinnerte optisch eben sehr stark an das 240. Es hatte 8 bis 16 Stunden Akkulaufzeit,

339
00:32:44,880 --> 00:32:50,560
 das waren durchaus sehr gute Werte für die damalige Zeit. Man konnte zwei AA Batterien als

340
00:32:50,560 --> 00:32:56,560
 Backup Batterien verwenden und es gab sogar ein Batteriegehäuse mit wechselbaren AA Batterien.

341
00:32:56,560 --> 00:33:03,840
 Der Grund für die lange Akkulaufzeit war, dass statt einer Intel CPU ein NEC VR4121

342
00:33:03,840 --> 00:33:11,740
 RISC Prozessor verbaut wurde. Der hatte 131 MHz und zwischen 16 und 48 MB EDRAM. Für das

343
00:33:11,740 --> 00:33:18,140
 Betriebssystem gab es ein ROM Modul, das zwischen 20 und 32 MB aufwies, es ist also ein dediziertes

344
00:33:18,140 --> 00:33:24,520
 Modul, das hier verbaut wurde, minimal höher als das ROM Modul. Und was so ein bisschen lächerlich

345
00:33:24,520 --> 00:33:31,120
 aussieht, wie ich finde, ist, dass das Gerät kein 10,4 Zoll Display hat, sondern ein 8,2 DSTN LCD

346
00:33:31,120 --> 00:33:38,280
 mit einer Auflösung von 640 x 480 Pixeln und einem super großen Rand rechts hat. Das sieht wirklich

347
00:33:38,280 --> 00:33:46,520
 ulkig aus. Als Betriebssystem kam hier Windows CE in der Version 2.11 zum Einsatz, also auch ein

348
00:33:46,520 --> 00:33:51,380
 Betriebssystem, das sich eher an PDAs richtet. Das hatte Anwendungen für E-Mail, Kalender,

349
00:33:51,380 --> 00:33:57,860
 Adressbuch, To-Do-Listen, Textverarbeitung und es gab sogar einen Webbrowser. Und interessanterweise

350
00:33:57,860 --> 00:34:04,340
 finden sich im Hardware Maintenance Manual sogar Hinweise auf eine Batteriekalibrierung. Ist jetzt

351
00:34:04,340 --> 00:34:08,260
 leider ein bisschen unklar, ob das jetzt ein IBM-Feature ist, das hier eingebaut wurde oder ob

352
00:34:08,260 --> 00:34:14,220
 das Teil von Windows CE war, denn es gab ja lange auch den Battery Maximizer Wizard bei älteren

353
00:34:14,220 --> 00:34:19,040
 Thinkpads und da dachte ich direkt, dass es vielleicht daher kommt. Die These kann ich

354
00:34:19,040 --> 00:34:23,480
 leider weder belegen noch widerlegen. Wenn ihr da Hinweise habt, dann bin ich natürlich jederzeit

355
00:34:23,480 --> 00:34:29,000
 dankbar für Input. Das Gerät selbst hatte noch einen PCM-CRA Anschluss und auch noch einen

356
00:34:29,000 --> 00:34:33,520
 Steckplatz für Compact Flashkarten. Es gab einen Modemport und serielle Schnittstelle für

357
00:34:33,520 --> 00:34:40,060
 Synchronisation von Daten zwischen dem Gerät und einem rechtigen Computer. Mikrofon- und Monolautsprecher

358
00:34:40,060 --> 00:34:44,940
 durften auch nicht fehlen. Mit 1,2 Kilogramm war das Gerät auch ein kleines bisschen leichter

359
00:34:44,940 --> 00:34:52,060
 als die anderen Thinkpad 240, aber es war ein grandioser Flop. Das Interesse blieb aus. Und

360
00:34:52,060 --> 00:34:57,160
 woran das liegen mag, das kann zwei Gründe haben. Ich könnte mir vorstellen, dass Windows CE einfach

361
00:34:57,160 --> 00:35:03,020
 keine sonderlich lukrative Plattform zu dem Zeitpunkt war. Es gab wenig Anwendungsauswahl und

362
00:35:03,020 --> 00:35:07,780
 es war deutlich beschränkter gegenüber einem normalen Windows und das könnte vielleicht Kundin

363
00:35:07,780 --> 00:35:13,980
 abgehalten haben. Und abgesehen von der Akkulaufzeit gab es wenig Mehrwerte von dem

364
00:35:13,980 --> 00:35:19,220
 Gerät gegenüber einem klassischen Notebook. Es hatte das Format eines Subnotebooks eines

365
00:35:19,220 --> 00:35:23,940
 Ultraportables, hatte aber viele Einschränkungen und dann kann man halt auch einfach direkt ein

366
00:35:23,940 --> 00:35:29,140
 PDA und ein Notebook benutzen und hat dann Best of Both Worlds. Das ist so meine These dazu.

367
00:35:29,140 --> 00:35:35,020
 Kommen wir zum Fazit. Worin ist das alles gemündet? Und ich glaube da können wir

368
00:35:35,020 --> 00:35:41,220
 retrospektiv festhalten, dass Ultraportables mit 10 Zoll, die gab es auch noch mal zwischen 2001

369
00:35:41,220 --> 00:35:47,620
 und 2002 in der S-Serie, auch wieder eine exklusive Serie, die es nur im asiatischen Markt gab, ist da

370
00:35:47,620 --> 00:35:51,540
 dann auch eingestellt worden und ich glaube das liegt auch ein bisschen daran, dass die Nachfrage

371
00:35:51,540 --> 00:35:58,740
 nach so kleinen Geräten eher gesunken ist. Spätere Portables der X-Serie hatten zu Beginn an 12 Zoll

372
00:35:58,740 --> 00:36:03,220
 Displays, aber sehr schmale Displayränder, so dass man eben ein großes Display mit einem relativ

373
00:36:03,220 --> 00:36:07,780
 geringen Footprint bauen konnte und die waren auch einfach deutlich komfortabler zu benutzen.

374
00:36:07,780 --> 00:36:14,100
 So eine Mini-Tastatur wie beim Thinkpad 240, das wäre jetzt nichts, wo ich einen langen

375
00:36:14,100 --> 00:36:18,580
 Blogartikel drauf verfassen würde. Das ist okay für unterwegs mal 1-2 E-Mails schreiben,

376
00:36:18,580 --> 00:36:24,280
 aber für die tägliche Arbeit würde ich das nicht verwenden wollen. Und die X-Serie gibt es ja auch

377
00:36:24,280 --> 00:36:29,940
 heute noch in 12 und 13 Zoll Fassungen. Da gibt es beispielsweise das X12 und das X13. Also das

378
00:36:29,940 --> 00:36:35,860
 scheint so ein Sweetspot zu sein zwischen kleinem Gerät mit keinem Footprint, aber groß genug,

379
00:36:35,860 --> 00:36:40,180
 dass man damit trotzdem noch sinnvoll arbeiten kann. Da würde mich auch mal, liebe Zuhörer,

380
00:36:40,180 --> 00:36:44,740
 interessieren, was ist denn so eure liebste Displaygröße? Sind es eher die kleinen Geräte,

381
00:36:44,740 --> 00:36:49,980
 eher die großen? Ich muss zugeben, so als Daily Driver habe ich ja mittlerweile gern so 14 Zoll

382
00:36:49,980 --> 00:36:55,620
 Geräte mit einem dünnen Displayrand. Ist dann ein guter Kompromiss zwischen groß genug, dass man da

383
00:36:55,620 --> 00:37:00,060
 auch sinnvoll drauf arbeiten kann, aber klein genug, dass es auch in jeden Rucksack rein passt.

384
00:37:00,060 --> 00:37:05,100
 So 10 Zoll Geräte, da sehe ich mich nicht mehr so, aber irgendwie habe ich auch eine Vorliebe für

385
00:37:05,100 --> 00:37:10,780
 diese extrem großen 17 Zoll Workstations. Ich muss sie aber auch nicht jeden Tag auf Arbeit

386
00:37:10,780 --> 00:37:15,220
 mitnehmen, muss ich sagen. Also von daher, wenn ich sie nicht transportieren muss, würde ich mir

387
00:37:15,220 --> 00:37:21,020
 auch größere Geräte anschauen, aber ich glaube 14 Zoll ist so der Punkt, der für mich am besten passt.

388
00:37:21,020 --> 00:37:27,620
 Schreibt es gerne über die üblichen Wege, beispielsweise per E-Mail an podcast@thinkpad-museum.de

389
00:37:27,620 --> 00:37:33,580
 Und das soll es für heute mal gewesen sein. Feedback ist weiterhin wichtig, E-Mail-Adresse

390
00:37:33,580 --> 00:37:37,820
 habt ihr gerade schon gehört. Ich freue mich jederzeit über konstruktive Kritik oder eben

391
00:37:37,820 --> 00:37:42,500
 generelles Feedback. Ich freue mich aber ebenso über Bewertung über den Podcatcher eurer Wahl.

392
00:37:42,500 --> 00:37:50,020
 Schaut auch gerne mal auf Mastodon vorbei, da findet ihr diesen Podcast unter thinkpadmuseum@podcast.social

393
00:37:50,020 --> 00:37:55,020
 und wir haben auch eine Matrix Community, in der gerne über Themen und Folgen wie diese

394
00:37:55,020 --> 00:38:01,420
 diskutiert wird. In dem Sinne, vielen Dank fürs zuhören, viel Spaß am Gerät und bis zu einer

395
00:38:01,420 --> 00:38:02,940
 der nächsten Episoden. Ciao!

396
00:38:02,940 --> 00:38:24,940
 [Musik]

397
00:38:24,940 --> 00:38:26,940
 [Musik]

398
00:38:26,940 --> 00:38:28,940
 [Musik]

399
00:38:28,940 --> 00:38:31,940
 [Musik]

400
00:38:31,940 --> 00:38:34,940
 [Musik]

